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| Effizient, aber nicht allgemein verfügbar Viele Uhrmacher pflegen Kontakte zu Kollegen, und innerhalb solcher Netzwerke werden auch Ersatzteile ausgetauscht. Das ist ein mühsam erarbeiteter Wettbewerbsvorteil, und man möchte natürlich keine Trittbrettfahrer, die Nutzen daraus ziehen, aber nichts beisteuern, und schon gar keine Hobbyschrauber. Immerhin, ein Sammler kann seine Uhr einem Uhrmacher mit solchen Verbindungen zur Reparatur geben. Das ist meist ohnehin besser als Selbstschrauben. Ähnliches funktioniert auch in Uhrenforen - so lange, bis die Geber sich von den Nehmern übervorteilt fühlen. Man kann das nutzen, sollte aber auch selbst etwas beisteuern, wenn's auf Dauer funktionieren soll. |
Preiswert
aber nicht billig Schon oben wurden Händler genannt, die Teile zusammenkaufen, um ein breites Sortiment anbieten zu können. Wenn man das gut organisiert, kann man sicher damit verdienen, ohne überhöhte Preise verlangen zu müssen. Einige solcher Händler sind in meiner Linkliste genannt. Hinzu kommen viele Amateure: Wer sich zur Pflege seiner Sammlung ein Teilelager anlegt, wird schnell merken, daß er daraus nur wenige Teile braucht, und daß es sinnvoll ist, welche zu verkaufen, um die Kosten für das Lager zu senken. Ob Profi oder Amateur, jeder ist eingeladen, die Kategorie Ersatzteile, Material kostenlos zu nutzen. Da es die Möglichkeit gibt, den Käufer nach Optionen zu fragen, kann man Tausende verschiedener Teile mit einem Eintrag in der Shop-Liste anbieten. Zu den Preisen eine Bemerkung: Wer 1000 Teile zu je einem Cent kauft, und zu Lebzeiten eines davon für 10 Euro verkauft, mag teuer erscheinen, obwohl er keinen Gewinn macht. Die Alternative für den Käufer: Selbst 1000 Teile kaufen, darunter aber nicht das benötigte finden. Das einzelne Teil für 10 Euro ist sicher die gescheitere Lösung.
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| Kostenlos
und attraktiv für Käufer und Verkäufer Besonders für Ersatzteile eignet sich die Shop-Funktion: 1) Es ist kostenlos, unabhängig von der Laufzeit. 2) Man kann sein Angebot für maximal ein Jahr eintragen, muß also nicht in wenigen Tagen einen Käufer finden. Danach kann man das Teil neu listen; die Begrenzung soll nur Karteileichen vermeiden. 3) Man kann viele verschiedene Teile mit einem Eintrag anbieten. Beispielsweise gibt man als Artikel ein Kaliber ein, und der Käufer nennt, welches Teil er dafür benötigt. Oder man gibt ein bestimmtes Teil ein, und der Käufer gibt an, für welches Kaliber er das benötigt. Vielleicht bilden Unmengen vom Materialkisten aus aller Welt irgendwann ein Angebot, das fast jedes Teil bietet. Das wird keine Händler verdrängen, denn es wird bequemer bleiben dort zu bestellen. Aber wenn die nicht helfen können, könnte diese Kisten-Batterie weitere Chancen auftun. |
Sorry,
kaum etwas zu verkaufen Wer das Archiv der Rosa Seiten besucht, glaubt manchmal, all diese Schätze kann man kaufen. Leider nein - das Archiv ist nur Hilfestellung bei der Beurteilung und Identifizierung von Uhren und Uhrwerken. Zum Verkauf steht dort nichts. Mit Teilen oder Werken kann ich kaum weiterhelfen. Einiges gibt's im Shop, aber viel wird das nie werden. Man kann aber hier ein Gesuch eintragen. Das mag zur Zeit noch nicht erfolgversprechend sein. Aber wenn keiner den Anfang macht, kommen nie so viele Gesuche zustande, daß es sich für Teile-Lieferanten lohnt, öfter mal rein zu schauen. Ansonsten wüßte ich folgende Quellen:
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Galileo |
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| Eine
Idee braucht Zeit Galileo Galileis Ideen brauchten ca. 200 Jahre, bis sich ein Papst damit abfand, und weitere ca. 200 Jahre, bis ein anderer Papst sie gut fand. Uhren-Liebhaber sind keine Päpste, wenigstens die meisten nicht, und damit hat folgende Idee es vielleicht etwas leichter. Die Situation 1) Man braucht ein Teil und weiß genau welches. 2) Passende Teile schlummern weltweit in vielleicht 1000 Grabbelkisten. 3) Keiner der 1000 Grabbelkisten-Besitzer macht sich die Mühe, das gewünschte Teil auch nur anzubieten. 4) Die kaputte Uhr fällt in Kiste Nr. 1001. |
Die
Lösung Eine Uhr ist ohne das benötigte Teil wertlos, mit dem Teil EUR 100,--. Der Besitzer könnnte also für das Teil EUR 100,-- zahlen. Also teilt er das dem Rest des Universums mit. Das rüttelt einen Grabbelkisten-Besitzer wach. Er will das Teil für diesen Preis persönlich bringen und tippt das in ein Eingabefeld. Ein anderer will das Teil nur schicken, aber für gerade mal EUR 50,--. Sogar unter Windows kann ein Computer zwischen beiden Preisen unterscheiden, also erhält der Sucher die Botschaft, daß er das Teil günstiger bekommt. Er stimmt per Mausklick zu, und der Handel läuft. Oder er wartet auf weitere Angebote. Geht nicht? Geht doch und zwar hier! Bei ebay geht sowas nicht, denn es ist unmöglich daraus Gebühren zu berechnen. Leider sind in Glaubensfragen die meisten Leute Päpste: Was bei ebay nicht geht, gibt's nicht, auch nicht wenn's die einzige Möglichkeit für einen Kontakt zwischen Sucher und Besitzer eines Teils ist. Also Geduld - in 400 Jahren wird's schon werden.
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Nachfertigung |
Spenderwerke |
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| Geht doch Uhrmacher haben ihre Berufsbezeichnung nicht umsonst: Wenn's nicht anders ging, machten sie neue Teile, und manche tun das auch heute noch. Es gibt durchaus Uhren, deren Sammlerwert so hoch ist, daß sich beispielsweise das Drehen einer Unruhwelle lohnt, wenn die Beschaffung von Ersatz unmöglich ist. Dazu erlauben moderne Fertigungsverfahren die Nachfertigung vieler Teile in kleinen Serien zu erschwinglichen Preisen. Teilweise werden sogar klassische Kaliber neu aufgelegt, und man bekommt dann auch wieder Teile dafür. Man sollte aber bedenken, daß die Nachfertigung oft anhand von alten Mustern und nicht nach alten Maßzeichnungen erfolgt. Qualität und Paßform nachgefertigter Teile hängen also davon ab, wie viel Aufwand und Fachkenntnis in Fertigung gesteckt wurde. Egal, ein nachgefertigtes Teil ist besser als keins, wenn es durch Nacharbeit soweit verbessert werden kann, daß es gut funktioniert. |
Glückspiel Es gibt alte Ersatzwerke, die nie gebraucht wurden, und immer wieder werden sogar beträchtliche Lagerbestände ausgegraben. Solchen Werken ist leicht anzusehen, ob sie sachgemäß gelagert wurden. Sieht man keine Korrosion, muß man mit kaum mehr als Reinigen und Schmieren rechnen. Schwieriger ist es mit gebrauchten Werken: Meist stammen sie aus Golduhren, deren Gehäuse eingeschmolzen wurden. Viel Glück hat man, wenn die Uhr geschlachtet wurde, weil sie nicht mehr als Schmuck taugte, und oft brauchen solche Werke nur wenig Zuwendung. Weniger Glück hat man, wenn der Schlachter das Werk aus dem Gehäuse herausgebrochen hat; fehlende oder zerstörte Aufzugteile sind dann die Regel, und oft sind sogar Platine und Brücken unbrauchbar. Kein Glück hat man, wenn das Werk genau das ist, was durch ein Spenderwerk ersetzt wurde, oder wenn schon wichtige Teile entnommen wurden. Vorweg der Werbeblock: Unter Ersatzteile, Material gibt es Werke von Ranfft Uhren. Sie stammen zwar aus den oben als dubios beschriebenen Quellen, werden aber gekauft, um Lücken im Uhrwerkarchiv zu stopfen. Es werden optisch attraktive Exemplare ausgesucht, geprüft und teilweise sogar repariert. Der größere Teil landet in der Grabbelkiste, aber die brauchbaren werden mit Rückgaberecht verkauft. Das ist ein Sonderfall, kein empfohlenes Geschäftsmodell. Wer Uhren schlachtet, prüft die ausgebauten oder ausgebrochenen Werke nicht; sie werden ohne Zustandsbeschreibung verkauft. Also gilt es die Bilder genau zu prüfen: 1) Ein Werk mit einigermaßen erhaltenem Zifferblatt und Aufzugwelle ist fast immer brauchbar. 2) Ein Werk ohne Krone und/oder mit stark korrodiertem Zifferrblatt ist fast immer Schrott 3) Man sollte seine Hoffnungen nie auf das richten, was in Bildern nicht sichtbar ist.
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...die kostenlose Alternative |
Dr. Roland Ranfft Im Eichfeld 8 41844 Wegberg-Wildenrath Deutschland |
Tel. +49 (0)2432 491604 Fax +49 (0)2432 491605 email: info@ranfft.de |
Letzte Änderung: 1.9.11 |