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Info-Seiten: Die zweite alte Uhr

Wer die erste alte Uhr bekommt oder anschafft, wird diese Seite nicht gelesen haben. Weckt die erste Uhr Interesse an Uhren, gibt es für die zweite Beratungsbedarf. Diese Seite soll helfen, Anfängerfehler zu vermeiden, also folgenden Fragen diskutieren:

Warum? Was? Wo? Wann? Wer hilft?
 
  Inhalt
Warum Uhren sammeln?
Was für Uhren sammeln?
Wo Uhren kaufen?
Wann Uhren kaufen?
Wer hilft?
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Warum Uhren sammeln?
 
Uhren sind eine lausige Investition, machen aber Spaß.

Wem das zu profan ist, der mag sich einreden, daß er Kulturgut für die Nachwelt bewahrt.
 Manche glauben, daß Uhren gewinnbringende Investition und Hobby miteinander verbinden; aber solange Rolex Uhren verkauft, statt sie für künftigen Gewinn einzulagern, sollte man nicht zu fest daran glauben. Allenfalls einzelne Modelle erfahren nennenswerte Spekulationsgewinne, man weiß nur nicht welche.
  

Was für Uhren sammeln?

 
Am besten Uhren, die einem gefallen.

Das Sammeln von Großuhren oder gar Turmuhren mitsamt Turm ist schon aus Platzgründen wenig verbreitet, und die Sammler von Armband- oder Taschenuhren sind die Mehrheit unter den Uhrensammlern.
     Schon aus finanziellen Gründen ist die Einschränkung auf bestimmte Themen sinnvoll. Hinzu kommt, daß der Wert einer Sammlung höher sein kann als die Summe der Einzelwerte. Ähnlich wie bei Briefmarken, wo ein kompletter Satz wertvoller ist als die einzelnen Marken, erzielen Uhren z.B. bei Themenauktionen höhere Preise.
     Aber auch wenn man sich auf ein Thema beschränkt, wird man immer mal eine Uhr sehen, die nicht dazu paßt, die man aber trotzdem will. Bei mir hat sich in einigen Jahrzehnten herausgestellt, daß nur die Uhren auf Dauer in der Sammlung blieben, die mir einfach nur gefielen. Die Beschränkung auf ein Thema ist also nicht nötig, um Spaß am Hobby zu haben.

Die teuerste Uhr ist der beste Kauf.
Unterscheiden sich zwei Uhren nur im Zustand, ist fast immer die bessere, also teurere die bessere Wahl. Fast nie gleicht die Preisdifferenz den Aufwand zur Beseitigung von Mängeln aus. Nur wenn einen Mängel nicht stören, oder wenn man sie selbst beseitigen kann, ist die billigere Uhr sinnvoll
     Aber Vorsicht: Mängel, die man auf den ersten Blick hinnimmt, können beim hundertsten nerven. Und wer mangelhafte Uhren danach kauft, welche Reparaturen er sich zutraut, der wird leicht zum Produzenten vermurkster Uhren-Kadaver, oder er füllt seine Schubladen mit kaputten Uhren. Besser orientiert man sich daran, was man wirklich selbst kann. Aber auch dann ist Freizeit begrenzt, und man wird sie für die attraktivsten Uhren verwenden. Die übrigen bleiben kaputt liegen und binden nur das Geld für bessere Neuerwerbungen.
Geld ist sonst kein Thema
Uhren gibt's  für jeden Geldbeutel.
     Beginnt man mit der breiten Mitte: Seit langem besaß jeder im Laufe seines Lebens mehrere Uhren. Es gibt also genug Nachschub für Sammler, und deshalb sind selbst neuwertige alte Uhren billig im Vergleich zu neuen.
     Spottbillig sind Uhren, die als Wegwerfartikel konzipiert waren. Die Werke sind keine Augenweide, aber allemal interessant: Wer einmal gesehen hat, daß aus gestanzten Blechschipseln ein Chronograph gemacht werden kann, der ist nicht mehr sicher, daß in einem Nobel-Stück mehr Genialität steckt. Pikant ist, daß solche Uhren bei der langfristigen Wertentwicklung Edelprodukte in den Schatten stellen; denn sie werden tatsächlich weggeworfen, und das reduziert den Nachschub.
     Edeluhren sind schon wegen der hochwertigen Ausführung gefragt. Auch wenn die Wertentwicklung kümmerlich ist, weil praktisch alle erhalten bleiben, sind sie doch sehr wertstabil. Allgemeine Schwankungen der Marktpreise treffen sie kaum, und das Verlustrisiko ist gering, wenn man sich kurzfristig davon trennen will oder muß.
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Wo Uhren kaufen?

Hier natürlich - und überall.

ebay
Die Philosophie, daß alle Menschen gut sind, ist so falsch wie die Ansicht, daß sich dort alle Betrüger der Welt versammeln. Man sollte einfach ein paar Besonderheiten beachten:
1) Die Angebote sind so verschieden wie die Anbieter. Wer eine Uhr anbietet, hat nicht unbedingt die Kenntnissse, sie korrekt zu beschreiben.
2) Die Chance auf Schnäppchen wird überschätzt: In der riesigen Bieterschar gibt es immer welche, die eine Uhr trotz kümmerlicher Beschreibung einschätzen können.
3) Gewerbliche Anbieter müssen Rückgaberecht einräumen, also ist das Risiko geringer. Aber manche verkaufen fotogen hergerichtete Rostgrotten, und mancher merkt das nicht einmal. Man sollte also seine Errungenschaft vom Uhrmacher begutachten lassen.
4) Es bieten immer Leute mit, die glauben, daß etwas wertvoll ist, wenn es alt aussieht. Oft findet man deshalb Begriffe wie "charmante Patina", und verschlissene Uhren sind nirgends teurer als bei ebay.
5) Bieten Sie nur auf das, was man sieht. Fehlt ein Werkfoto, ist das Werk nicht selten verrottet oder gar  wie hier. Alte Uhren werden verkauft, weil man sie nicht mehr braucht oder schlimmer: nicht mehr brauchen kann.
6) Sein Sie nicht sicher, daß Sie den hier beschriebenen Albtraum nie erleben.

Um Lücken im Uhrwerk-Archiv zu stopfen, bediene ich mich auch gelegentlich bei ebay. Durch Vorsicht und Erfahrung sind Reinfälle selten. Aber viele Uhren werden verkauft, weil sich eine Reparatur nicht lohnt, und man darf sich nicht wundern, daß oft viel Geld in eine Uhr gesteckt werden muß. Und schlimmer: Mancher Bastler verkauft eine Uhr erst, wenn er ihr den Rest gegeben hat - und das Prädikat "frisch revisioniert".
Uhren-Foren
Wohl jedes Uhren-Forum hat eine Handels-Ecke. Die ist ebay sehr ähnlich mit unterschiedlicher Qualität der Beschreibungen usw., allerdings kostenlos. Und das Forum selbt ist eine Art Bewertungssystem. Aber es gibt einen Unterschied: Der vertrauliche Umgang miteinander gaukelt eine Sicherheit vor, die es tatsächlich nicht gibt. Das hat Einfluß auf die Preise, in beiden Richtungen abhängig von den Aktivitäten des Verkäufers im Forum.

Konventionelle Auktionen

Hier kann man die Uhren in Augenschein nehmen, und das ist durch Bilder nicht zu ersetzen. Die Beschreibungen sind professionell und zumindestens innerhalb eines Auktionshauses vergleichbar. Und da der Auktionator keine eigenen Uhren verkauft, muß er sie nicht "schön schreiben". Bei vielen Auktionen kann man auch telefonisch oder online mitbieten. Dann fehlt zwar das Ansehen, aber die Beschreibungen und mehr oder weniger eingeschränkte Rückgaberegelungen machen das Risiko geringer als bei ebay.
     Allerdings will der Auktionator für seine Dienste Geld, und eigentlich müßten die Uhren entsprechend teurer sein. Vergleicht man aber die Preise für wirklich gleichwertige Uhren, ist kein Unterschied zu merken. Das liegt daran, daß die Beschreibungen objektiver sind als bei ebay, und eine schöne Uhr ist nun mal mehr wert als eine nur schön geschriebene.

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Börsen
Ihre Bedeutung wurde durch das Internet geringer; verschwinden werden sie aber nicht, denn die persönliche Verhandlung und die Möglichkeit die Ware zu betrachten sind kaum durch die Mittel des online-Handels zu ersetzen. Außerdem ist das Internet ein harter Wettbewerber, so daß sich auf Börsen kaum höhere Preise durchsetzen lassen - besondes wenn Käufer Informationen aus dem Internets nutzen.
     Das Angebot ist kleiner als im weltweiten online-Markt, und es ist mühsamer, Börsen abzuklappern als eine Maus zu schubsen, aber es macht Spaß, und die Realität ist durch einen PC nicht zu ersetzen.

Flohmarkt
Es wird eben alles verkauft, und selten ist eine attraktive Uhr dabei. Die Preise orientieren sich an den Gesetzen des Zufalls, aber da fast jeder glaubt, daß alte Uhren wertvoll sind, sind sie fast immer zu teuer.

Normaler Einzelhandel
Er hat den Ruf, das kleinste Angebot mit den größten Preisen zu haben. Das kleine Angebot ist egal, wenn man eine Uhr entdeckt, die man haben möchte. Beim Preis sollte man aber den Gegenwert beachten: Man bekommt Uhren vom Fachmann, oft sorgfältig restauriert und mit Garantie. Berücksichtigt man Kosten und Mühen, die man bei mancher billig gekauften Uhr noch vor sich hat, muß der Kauf beim Händler nicht schlecht sein. Er liefert eine Dienstleistung, und läßt sich dafür bezahlen - so einfach ist das.

Online-Handel
In der Regel wissen Händler, womit sie handeln, und das Rückgabe- oder Widerrufsrecht sorgt für ein überschaubares Risiko. Da der Verkauf nicht wie bei ebay an kurze Laufzeiten gebunden ist, kann der Händler auf den Käufer warten, der eine bestimmte Uhr unbedingt will. Das sorgt für höhere Preise, und jeder muß selbst entscheiden, was ihm bessere Ware und kleineres Risiko wert sind.

bidfun und Rosa Seiten

Diese Bemerkungen in eigener Sache stehen an Schluß, weil  eine kleine Veranstaltung wie diese die Vorteile der vorgenannten nutzen muß. Es läuft wie bei ebay - nur ohne Gebühren, und diesen kleinen Vorteil können sich Käufer und Verkäufer teilen.
     Durch das Umfeld mit vielen Informationen und dem größten online-Archiv für Uhrwerke treffen sich hier gut informierte Sammler. Wer versucht, Uhren mit einer durchschnittlichen ebay-Beschreibung zu verkaufen, gibt das schnell wieder auf.
    Hier wird eher honoriert, wenn Arbeit in eine Uhr gesteckt wurde. Da das oft durch Rückgaberecht und/oder Garantie untermauert wird, sind solche Angaben glaubwürdiger als bei ebay. Deshalb bieten Uhrmacher, die Uhren vor dem Verkauf gebrauchsfertig herrichten, diese gern auf diesen Seiten an.
     Angebote von Ranfft-Uhren (gekennzeichnet durch rosa Hintergrund) machen einen großen Teil des Angebots aus. Die Uhren stammen von Sammlern oder Händlern, die sich die Arbeit mit dem Verkauf gegen Gebühren abnehmen lassen. Kaum ein Nachteil für Käufer, denn bei geringen Gebühren und Rückgaberecht macht es wenig Sinn, eine Uhr schön zu schreiben.
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Wann Uhren kaufen?

Immer!

Keine Überraschung: Auch Uhren sind vor Weihnachten am teuersten. Dagegen sind im Sommer Urlaubsausgaben wichtiger; also kauft man dann am günstigsten.
     Allerdings sind das auch für Verkäufer keine Geheimnisse, und wer etwas besonderes anzubieten hat, wird das vorzugsweise im Winter tun. In der Zeit höherer Preise ist also auch das Angebot attraktiver.
    Vereinfacht kann man es so sagen: Wer die Uhr seiner Träume im Sommer entdeckt, muß sich keine Gedanken machen, ob er sie irgendwann günstiger bekommt. Und wer seine Traum-Uhr im Winter entdeckt, sollte nicht sicher sein, daß er im Sommer eine vergleichbare bekommt.

Es gibt auch langfristige Schwankungen: Grundsätzlich kauft man am günstigsten, wenn niemand Geld ausgibt. Wer sich einer allgemeinen pessimistischen Zukunftsaussicht nicht anschließt, macht die besten Geschäfte.
     Auch Trends kann man nutzen: So sind zur Zeit Taschenuhren billiger als je in den vergangenen 30 Jahren. Das liegt nicht daran, daß sie etwas unpraktisch sind, denn das waren sie schon seit der ersten Armbanduhr. Das Angebot ist eben wesentlich kleiner als das von Armbanduhren, und dadurch läßt schon ein winziger Rückgang der Nachfrage die Preise purzeln.
     Für Sammler spielen solche Schwankungen keine Rolle. Eine Sammlung ist immer in Bewegung - es wird gekauft und verkauft. Da ist es kaum von Bedeutung, ob beides auf höherem oder niedrigerem Preis-Niveau stattfindet.
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Wer hilft?

1. Bücher
2. Bücher


Wer weiß, was er kauft, wird nicht so leicht über den Tisch gezogen. Viele glauben, daß das Internet alle Informationen kostenlos bietet - leider falsch: Das Internet existiert erst seit wenigen Jahrzehnten, aber Uhrenbücher wurden schon seit Jahrhunderten verfaßt. Leicht zu erraten, welches Medium heute noch mehr Informationen bietet.
     Wer mit Google eine Uhren-Frage nicht beantwortet bekommt, wendet sich damit üblicherweise an ein Uhren-Forum. Und wenn seine Frage dort beantwortet wird, dann mit Hilfe von Büchern.
     Bei mir haben sich ein paar Meter Bücher angesammelt, und selbst das schlechteste hat sich bei irgendeiner Uhr bezahlt gemacht. Also Bücher anschaffen, solange es noch geht.
     Das Internet wird weiterhin die Verbreitung von Informationen verändern. Es ist aber eine Illusion, daß es auf Dauer für kostenlose Informationen sorgt. Was heute ins Netz gestellt wird, verschwindet irgendwann, weil es niemanden interessiert, oder es wird etwas kosten. Zum Beispiel stecken im Uhrwerk-Archiv dieser Seiten bei moderat angesetztem Stundenlohn einige zigtausend Euro. Und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die etwa als Werbeeinnahmen zurückfließen. Man zahlt dann zwar nicht direkt für die Information, aber doch indirekt beim Kauf von Produkten, die auf solchen Informationsseiten beworben werden.
3. Internet

Es gibt viele Informationen im Internet, und dazu gehören auch die kleinen Hilfen auf diesen Seiten. Sie stammen aus langjähriger Sammlererfahrung, aus eigener Hobby-Schrauberei, der Untersuchung vieler Uhren für die Auktion und aus Diskussionen in Uhrenforen, aber zum großen Teil auch aus Büchern.
     Bei der Preis-Beurteilung ist das Internet sogar hilfreicher als Bücher. Die Informationen sind einfach aktueller und umfangreicher.

4. Uhrmacher

Neben Informationen braucht man einen Uhrmacher, als Hilfe bei der Beurteilung erworbener Uhren und für den Service daran. Oft sind das kleine Geschäfte mit angeschlossener Werkstatt, in denen manchmal unerkannte Genies werkeln. Aber auch manche großen Geschäfte unterstützen den Kontakt zwischen Uhrmacher und Kunden. Mit etwas Glück gibt es dort sogar Spezialisten für verschiedene Probleme.
     Eigene Fingerfertigkeit und technisches Verständnis sind sicher nützlich, und mit der Zeit gibt es immer mehr Dinge, die man selbst richten kann, wenn man Spaß daran hat. Man wird aber als Sammler nicht die Routine eines erfahrenen Uhrmachers erreichen. Ich bringe nach vielen Jahren Uhrenhobby zwar jede Reparatur zustande. Aber immer noch gebe ich die meisten Arbeiten einem Uhrmacher, weil der sie rentabler und oft besser erledigt.
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Dr. Roland Ranfft
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Letzte Änderung: 3.1.2015